Cologna, Fischer, Perl und Livers drückten aufs Tempo
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Ein Sturz beim Einbiegen auf die Zielgerade hat Dario Cologna um eine Medaille im 50-km-Marathon gebracht.
Cologna lieferte sich in den letzten Linkskurve ein Ellbogen-Duell mit Johann Olsson. Als der Bündner wieder etwas Freiraum hatte, geriet er aus dem Gleichgewicht. Statt um Silber oder Bronze zu spurten, musste sich der 15-km-Olympiasieger mit dem 10. Platz begnügen. Grösseres Pech als der Bündner nach seinem Einsatz über zwei Stunden Dauer kann man kaum haben. Cologna ist der tragische Langlauf-Held von Vancouver.
Bis zu seinem Missgeschick hatte Cologna ein taktisch geschicktes Rennen gelaufen. Auf den letzten 8 km drückte der Schweizer Teilnehmer dem Geschehen an der Spitze den Stempel auf. In der letzten Steigung liefen Andrus Veerpalu (Est), Petter Northug (No), Cologna und Axel Teichmann (De) Seite an Seite. Auf der Gegeneraden kam noch ein Sextett für die Medaillen in Frage. Cologna gehörte bis zu seinem Missgeschick zu ihnen.
In der erfahrungsgemäss auf Abwarten gelaufenen Königsdisziplin kam Petter Northug zu seinem grössten Triumph. Der Norweger war zusammen mit Oesystein Pettersen schon Erster im Teamsprint geworden, im Einzelsprint Dritter und Zweiter in der Staffel. Doch Gold fehlte Northug noch in einem Distanzrennen. Diesen Makel behob der Norweger bei seinem prestigeträchtigsten Einsatz.
Axel Teichmann durfte sich zu Recht über den Gewinn der Silbermedaille freuen. Der Deutsche leitete im letzten Anstieg die Vorentscheidung ein. Teichmann war zusammen mit Tim Tscharnke schon im Teamsprint Zweiter geworden. Johann Olsson, der in der letzten Kurve Körperkontakt mit Cologna hatte, gewann Bronze. Dies zeigt, was für den Bündner möglich gewesen wäre. Olsson hatte schon in der Doppelverfolgung den 3. Rang erreicht und gehörte zum Gold-Quartett der schwedischen Staffel. Mehr
Quelle: Swiss-Ski
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