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Am 27. Dezember 2011 startet auf dem Langis-Glaubenberg OW zum 16. Mal das grösste Langlauflager der Schweiz. 240 Kinder aus 14 Kantonen der deutschsprachigen Schweiz werden zum 5-tägigen Lagerspass erwartet. Erstmals amtet Samuel Renggli als Lagerkoordinator.
Herr Renggli ist alles bereit für das diesjährige Swiss Jugend-Langlauflager?
Mit Überzeugung kann ich sagen Ja. Der fehlende Schnee lag mir lange Zeit auf dem Magen. Mittlerweilen gleicht das Langlaufgebiet Langis aber einer Wintermärchenlandschaft und einem tollen Lager steht nichts mehr im Wege.
Was gibt es in den Tagen unmittelbar vor dem Lager noch zu tun?
Die Vorbereitung ist das A und O! In der Woche vor dem Lager gilt es insbesondere logistische Herausforderungen zu meistern. Unter anderem müssen für rund die Hälfte der Teilnehmenden die Ausrüstungen auf den Glaubenberg geschafft werden. Weiter ist jemand während rund drei Tagen beschäftigt mit dem Transport von Lebensmitteln, Werbebanden und anderen wichtigen Sachen.
Was dürfen die 240 Kinder in den Weihnachtsferien erwarten?
Einmal mehr ein Lager mit viel Sport, Spiel und Spass. Unser Angebot mit Langlaufen, Skispringen und Biathlon bildet dabei das Grundgerüst. Es wird angereichert durch kreative Ideen des 60-köpfigen Leiterteams.
Gibt es nennenswerte Höhepunkte des Lagers 2011?
Der Besuch der drei ehemaligen Spitzensportler Tanja Frieden (Snowboard) Ivo Rüegg (Bob) und Gregor Stähli (Skeleton) ist sicherlich nicht alltäglich. Fünf Weltmeistertitel und ein Olympiasieg haben die drei gemeinsam Total vorzuweisen. In einer Talkrunde stellen sie sich der Fragen der Jugendlichen und verteilen anschliessend Autogramme.
Können Anfänger in so kurzer Zeit das Langlaufen wirklich erlernen?
Mit Dario Cologna mithalten können sie sicherlich danach noch nicht. Die wichtigsten Grundkenntnisse werden aber sehr wohl erlernt. Unserem gut ausgebildeten Leiterteam gelingt es fast immer die Freude an den schmalen Latten zu vermitteln.
Warum findet dieses Lager beispielsweise nicht in der Langlaufmetropole Goms statt?
Das Gute liegt so nah! Für den Standort Langis sprechen sehr viele Aspekte. Unter anderem sicherlich die zentrale Lage, die tollen Loipen, die zuvorkommende Loipenorganisation, die sehr nahe gelegene Truppenunterkunft der Schweizer Armee und der Goodwill lokaler Sponsoren und Gönner.
Innerhalb von vier Tagen war das Lager ausgebucht – warum wird die Anzahl Teilnehmen-den nicht erhöht?
Wir kommen mit noch mehr Kindern organisatorisch an die Grenzen. Die Truppenunterkunft hätte zwar über 700 Betten, in den Ess- und Aufenthaltsräumen wäre es nicht mehr überschaubar. Um unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden zu können, müssen wir schweren Herzens immer wieder Kindern absagen. Sie haben aber die Möglichkeit im nächsten Jahr es im nächsten Jahr erneut zu versuchen.
Rund 60 Helferinnen und Helfer stehen im Einsatz – wie werden diese rekrutiert?
Mittlerweilen sind wir eine grosse JULALA-Familie mit Leiterinnen und Leitern aus der ganzen Schweiz. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir dank der guten Mund zu Mund Propaganda immer wieder neue Gesichter für unser Projekt begeistern können.
Was motiviert Sie persönlich beim Swiss Jugend-Langlauflager mitzumachen?
Es sind die vielen begeisterten Kinder, das tolle Leiterteam und die Freude am Langlaufsport, die in mir das JULALA-Feuer entfacht haben. Ich kann ihnen garantieren, dass es die leuchtenden Kinderaugen jederzeit mit den Kerzen eines Christbaums aufnehmen können.
Interview geführt durch Roland Bösch.
Quelle: Swiss Ski
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